Innenstadtstrecke

Herzstück der Regional-Stadtbahn

Darum geht es

Regional-Stadtbahnen in Heilbronn, Mulhouse, Karlsruhe, Saarbrücken, Chemnitz, Nordhausen (von links oben nach rechts unten). Quelle: Wikipedia

Eine Straßenbahn im kleinen und beschaulichen Tübingen? Manche schütteln verwundert den Kopf.
Dabei geht es um weit mehr: Eine Straßenbahn, die auch auf Eisenbahnstrecken fährt, die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Damit einher geht ein Quantensprung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der die Chance zur Lösung zahlreicher jetziger und zukünftiger Probleme des Verkehrs- und Sozialbereichs bietet. Gewinner sind in hohem Maße auch der Klima- und Umweltschutz.
Andererseits geht es aber auch um etwas weniger, als manche meinen. Eben keine schweren Eisenbahnzüge, die durch die Stadt rollen, auch nicht durch die Altstadt. Der Stadtverkehr („TüBus“) mit seinem hohen Qualitätsstandard wird weiterhin dringend benötigt und ausgebaut. Und, mal ehrlich, was stört mehr beim Foto-Shooting auf der Neckarbrücke: Der übliche Autostau oder der Fahrdraht einer Straßenbahn?

Wir möchten Ihnen in dieser Broschüre zeigen, worum es in der teils hoch emotional geführten Diskussion geht und warum eine Innenstadtstrecke vom Tübinger Hauptbahnhof nach Waldhäuser Ost sinnvoll ist. Und wieso davon besonders die Tübingerinnen und Tübinger profitieren.
Dabei wollen wir das Rad nicht neu erfinden, denn Städte und Regionen wie Karlsruhe, Heilbronn, Mulhouse und viele andere haben in den letzten Jahrzehnten erfolgreich vorgemacht, wie es geht. Aus deren Erfahrungen können wir lernen und diese auf die Region Neckar-Alb übertragen.

Die Regional-Stadtbahn wird einiges an Geld kosten. Bund und Land geben jedoch sehr hohe Zuschüsse, so dass nur noch ein Bruchteil der Kosten an unserer Region hängen bleibt. Der Gemeinderat der Stadt Tübingen hat entschieden, zum Bau der Tübinger Innenstadtstrecke die Tübingerinnen und Tübinger in einem Bürgerentscheid abstimmen zu lassen. Dieser wird voraussichtlich im September 2021 durchgeführt.

Tübingen ist angewiesen auf die Region – und umgekehrt. Damit die Mobilität in Stadt und Umland künftig ohne Auto besser klappt, wird die Tübinger Innenstadtstrecke benötigt. Denn nur sie bietet eine schnelle, klimaschonende, barriere- und umsteigefreie Verbindung zwischen den Wohn- und Freizeitorten der Region und den Arbeitsplatz- und Handelsschwerpunkten der Stadt.

Nutzen wir die einmalige Chance, überlassen wir das Feld nicht den „Bedenkenträgern“!

Stimmen Sie deshalb beim Bürgerentscheid für den Bau der Tübinger Innenstadtstrecke. Und gegen den Ausstieg aus einem zukunftsweisenden Projekt für Tübingen und die Region.

Nein zum „TüXIT!“ – ja zur Stadt!

Walter Heim und Benjamin Rebholz

Sprecher TüBISS

Da BAHNt sich was an…

Zum täglichen Stehen im Stau (Abbildung B. Lupp, BUND)…

Täglich pendeln Zehntausende zu ihren Arbeits- und Ausbildungsplätzen in Reutlingen und Tübingen, überwiegend mit dem PKW. Aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes sowie zur Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Bedingungen ist es unerlässlich, einen Teil dieses Personenkreises für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu gewinnen.

Derzeit ist die bestehende Infrastruktur jedoch nicht in der Lage, zusätzlichen Verkehr im hierfür erforderlichen Umfang zu übernehmen: Ein weiterer Ausbau des Busnetzes oder eine engere Taktung, wie immer wieder gefordert, ist vor allem zu den Stoßzeiten kaum mehr denkbar, da insbesondere die Neckarbrücke und die Mühlstraße mit fast 2000 Bussen täglich ihre Belastungsgrenze erreicht haben.

…bietet die Regional-Stadtbahn eine attraktive Alternative (Abbildung: ©TRICON AG)

Um eine interessante Alternative zum eigenen Auto zu schaffen, geht es nicht nur um ein größeres Platzangebot, sondern auch um bessere Zugänglichkeit durch mehr Haltestellen, dichtere Taktfrequenz sowie schnellere und möglichst umsteigefreie Verbindungen vom Umland direkt in die Innenstadt. Das alles bietet eine moderne Regional-Stadtbahn.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass der Bus überflüssig wird. Im Gegenteil: Er stellt eine notwendige und sinnvolle Ergänzung zum Schienenverkehr dar. Künftiger innovativer Verkehr, beispielsweise in Form autonomer Fahrzeuge, kann ein weiterer Baustein der Mobilität werden. Aber die Effizienz des Schienenverkehrs bei der Beförderung großer Fahrgastmengen können beide nicht ersetzen.

In der Region Neckar-Alb bestehen günstige Voraussetzungen für die Schaffung einer leistungsfähigen und attraktiven Stadtbahn, denn es sind bereits Bahntrassen entlang der wichtigsten Siedlungsachsen vorhanden. Einige wenige Kilometer “echte” Neubaustrecke sind jedoch ergänzend notwendig, um das Schienennetz abzurunden: Erst durch die Erweiterung in die Innenstädte von Reutlingen und Tübingen wird ein umsteigefreies Erreichen des Großteils der Arbeits- und Ausbildungsplätze, des Einzelhandels und der Dienstleistungen in den Innenstädten möglich.

Die Idee: Nicht der Fahrgast, sondern die Bahn steigt um!

Das geplante Liniennetz der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. (© 2019 Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb)
Vorbild ist das „Karlsruher Modell“ der Zweisystem-Stadtbahn. Dieses zeichnet sich durch ein Netz an Stadtbahnen aus, die in dichtem Takt auf Bahngleisen aus der Region nach Karlsruhe verkehren und dort als Straßenbahn in die Innenstadt, bzw. durch diese hindurch, weiterfahren – ohne notwendiges Umsteigen der Fahrgäste. Denn nicht der Fahrgast, sondern die Bahn steigt um! Mit dem Bau einer ähnlich konzipierten Regional-Stadtbahn Neckar-Alb können umsteigefreie Verbindungen aus der Region in die Innenstädte von Tübingen und Reutlingen geschaffen werden. Ein Systemvorteil, der gar nicht genug wertgeschätzt werden kann: Das führt zu kürzeren Fahrzeiten, schnelleren und zuverlässigeren Reiseketten, mehr Fahrgastkomfort und enormen Erleichterungen auch für mobilitätseingeschränkte Personen durch das Entfallen notwendiger Umsteigevorgänge. Dies hat nicht nur in Karlsruhe, sondern auch in anderen Städten mit Zweisystem-Stadtbahnen, wie etwa in Heilbronn, Kassel, Saarbrücken oder Chemnitz, zu einem deutlichen Wechsel vom Auto zum ÖPNV und sprunghaft ansteigenden Fahrgastzahlen geführt.

Das Konzept: Vier Direktlinien verbinden Stadt und Region.

Das Streckennetz umfasst die Landkreise Tübingen, Reutlingen und Zollern-Alb mit den Endpunkten Herrenberg, Horb, Albstadt, Burladingen, Kleinengstingen, Bad Urach und Tübingen Waldhäuser Ost – insgesamt mehr als 200 Kilometer. Von Herrenberg, Horb, Mössingen und Kleinengstingen (über die Reutlinger Innenstadt) können die Bahnen künftig jeweils mindestens alle 30 Minuten nach Tübingen verkehren und umsteigefrei über den Hauptbahnhof, die Tal-Universität, die Innenstadtkliniken, das Klinikum Berg, die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik, den Campus Morgenstelle und den Technologiepark bis Waldhäuser Ost fahren.

Viele wichtige Ziele in Tübingen umsteigefrei erreichbar.

Die Tübinger Innenstadtstrecke der Regional-Stadtbahn. Vier Linien verbinden Kliniken, Universität und Technologiepark umsteigefrei mit Herrenberg, Horb, Mössingen und Kleinengstingen (über Reutlingen Innenstadt). Zwischen Hauptbahnhof und Waldhäuser Ost entsteht ein 7,5-Minuten-Takt. (Graphik © 2020 TüBISS, Grundkarte © 2019 OpenStreetMap)
Entlang des innerstädtischen Streckenabschnitts liegen der Großteil der Tübinger Arbeitsplätze und weitere wichtige Ziele wie an einer Perlenschnur aufgereiht und werden dadurch für den überwiegenden Teil der Einpendelnden direkt und umsteigefrei erreichbar. Aufgrund der Bedienung der Innenstadtstrecke durch vier verschiedene Linien entsteht auf der Tübinger Innenstadtstrecke ein 7,5-Minuten-Takt. Auf diesem Abschnitt sorgt ein zweigleisiger Bau für einen reibungslosen Betriebsablauf.

Barrierefreiheit – unerlässlich!

Alle Haltestellen werden barrierefrei gebaut, so dass für alle Personen ein niveaugleicher Ein-/Ausstieg ohne fremde Hilfe gewährleistet ist. Der Spalt zwischen Bahnsteig und Fahrzeug wird nur ca. 3 – 5 cm schmal sein, so dass das Fahrzeug auch mit Rollstühlen und Rollatoren ohne Hindernis betreten werden kann. Es sind zwei Mehrzweckbereiche pro Zugeinheit vorgesehen, einer davon mit Toilette. Das deutlich größere Platzangebot im Vergleich zum Bus ist nicht nur von Vorteil für Personen, die auf den Rollstuhl oder den Rollator angewiesen sind, sondern erlaubt zudem eine problemlosere Mitnahme von Kinderwagen und Fahrrädern.

Die Finanzierung: Hohe Zuschüsse, günstiger Betrieb.

Die Regional-Stadtbahn in der Mühlstraße. Bei einem Stadtbahnzug pro Fahrtrichtung alle 7,5 Minuten bleibt für den Radverkehr genug Platz. (Abbildung: ©2019 TRICON AG)
Zwar schlagen die Kosten der Tübinger Innenstadtstrecke mit rund 200 Millionen Euro zu Buche, doch sind mit dem soeben novellierten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bis zu 95 Prozent Zuwendung durch Bund und Land zu erwarten. Diese Mittel sind zweckgebunden und stehen nur für förderfähige Verkehrsprojekte, wie eine Regional-Stadtbahn in der Region Neckar-Alb, zur Verfügung. Sie können nicht für beliebige andere Vorhaben, etwa im Bildungs- oder Sozialsektor, verwendet werden. Bezüglich der Betriebskosten fährt die Stadtbahn im laufenden Betrieb günstiger als ein rein busbetriebener ÖPNV. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass ein Stadtbahnzug fast viermal mehr Fahrgäste als ein Gelenkbus befördern kann und damit weniger Fahrpersonal benötigt wird.

Umwelt- und Klimaschutz mit Komfort.

Wer will ernsthaft bestreiten, dass Straßenbahnfahren für die Fahrgäste um ein Vielfaches komfortabler ist als Busfahren? Ruhiges Beschleunigen und Bremsen, sanft um die Kurven, kein Durchschütteln bei Schlaglöchern. Nachvollziehbar und auch wissenschaftlich belegt ist, dass Straßenbahnen von den Fahrgästen mehr wertgeschätzt und genutzt werden als Busse. Auch die Umweltbilanz kann sich sehen lassen: Entsiegelung durch die Verwendung von Rasengleisen, mehr Energieeffizienz durch geringeren Rollwiderstand und vergleichsweise leichte Schienenfahrzeuge, Rückgewinnung von Strom beim Bremsen (Rekuperation ohne schwere Batterie), kein Feinstaub durch Reifenabrieb, und die CO2-Bilanz ist durch die Verwendung von Ökostrom nahezu klimaneutral.

TüBus und Stadtbahn – ein gutes Team.

Profil Mühlstraße heute (nur mit Busverkehr – oben) und künftig (mit Stadtbahn – unten): Sicherheitsgewinn durch eine 1,30 m breite Trasse (links, rot markiert) neben der Schiene für die bergab fahrenden Radfahrenden. Die Stadtbahn fährt voraus oder hinterher, sie darf nicht überholen. Der Fußgängerbereich (rechter Bildrand) fällt ca. 50 cm schmäler aus. (Abbildung: ©2020 TRICON AG. Maße in mm)
Auch mit der Innenstadtstrecke der Regional-Stadtbahn wird es weiterhin ein dichtes TüBus-Netz im gewohnt hohen Qualitäts-Standard geben, denn Stadtbahn und TüBus sind keine Konkurrenten, ganz im Gegenteil: Der TüBus ergänzt das Stadtbahnnetz und stellt umgekehrt eine wichtige Voraussetzung für die Innenstadtstrecke dar. Deren Realisierung bietet eine einmalige Chance für Verbesserungsmaßnahmen im TüBus-Netz. Die Innenstadtstrecke der Stadtbahn könnte somit auch als Upgrade des TüBus bezeichnet werden.

Eins ist sicher: Die Stadtbahn.

Der hartnäckig vertretenen Meinung, das Verkehrsgeschehen würde mit der Innenstadtstrecke für zu Fuß Gehende und Radfahrende unsicherer, muss entschieden widersprochen werden. Gerade für sie entspannt sich die Situation. Sie profitieren von weniger Autos und Bussen auf innerstädtischen Hauptachsen des Verkehrs. Der Weg der Stadtbahn ist spurtreu und vorhersehbar; der Platzbedarf zudem nicht größer als beim Bus, wie die Abbildung zeigt. In Karlstraße und Mühlstraße können Radfahrende entweder neben oder zwischen den Schienen fahren, die Schienenrillen lassen sich mit Gummiprofilen verschließen. Die zu Fuß Gehenden haben es ebenfalls leichter, die Fahrbahn zu überqueren, denn durch die Verlagerung von Teilen des Pendelverkehrs auf die Stadtbahn werden weniger Kraftfahrzeuge unterwegs sein.

Die neue Neckarbrücke: Mehr Platz für Fuß- und Radverkehr.

So könnte die neue Neckarbrücke aussehen – mit barrierefreien Bahn- und Bussteigen und deutlich mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr. Die untere Abbildung zeigt eine Ansicht von oben mit blau eingezeichneten Radwegen. (Graphiken: ©2018 Mailänder Consult, ©2018 Schüßler-Plan)
Der Neubau der 1901 gebauten Neckarbrücke ist früher oder später aufgrund ihres Alters notwendig. Eine Erneuerung zum jetzigen Zeitpunkt ist von Vorteil: Da der Neubau auch im Zuge der Innenstadtstrecke notwendig ist, sind dadurch entstehende Mehrkosten aus Mitteln nach dem GVFG zuschussfähig. Gleichzeitig bietet der Neubau die Chance, durch eine breitere Ausführung mehr Platz und Sicherheit für Fuß- und Radverkehr zu gewinnen. Da die Brücke aus zwei Teilen besteht, die nacheinander erneuert werden, bleibt eine Querung des Neckars auch während der Bauzeit möglich.

Die Direktverbindung macht den Unterschied!

Die durchgängige, umsteigefreie Verbindung ist attraktiv und motiviert mehr Autofahrende zur Nutzung des ÖPNV: Wer würde kurz vor dem Ziel sein Fahrzeug wechseln wollen oder auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen? So ist es auch beim Umsteigen vom Zug auf den Stadtbus in Tübingen. Die Regional-Stadtbahn dagegen bringt Autokomfort und ÖPNV-Komfort in Einklang: Nutzung der Fahrzeit mit WLAN, Lesen oder einfach Abschalten – ohne Stress und Zeitverlust durch Umsteigen, ohne verpasste Anschlüsse, ohne Parkplatzprobleme, ohne weite Fußwege am Ziel. Die Erfahrung zeigt, dass umsteigefreie Verbindungen zu sprunghaft ansteigenden Fahrgastzahlen führen – häufig werden die Prognosen noch deutlich übertroffen.

Tübingen profitiert!

Mit dem Bau der Regional-Stadtbahn wird ein leistungsfähiges und innovatives Nahverkehrssystem für die gesamte Region Neckar-Alb geschaffen. Häufig wird übersehen, dass hiervon keineswegs nur die Einpendelnden profitieren, sondern insbesondere auch die Einwohnerinnen und Einwohner Tübingens.

Weniger PKW-Verkehr durch Einpendelnde.

Ab der Neuen Aula führt die Innenstadtstrecke auf einem Rasengleis über die Kliniken und die Morgenstelle (Abbildung rechts) nach Waldhäuser Ost. (Montage ©2019 TRICON AG, Graphik ©2018 Mailänder Consult)
Die Einpendelnden tragen überdurchschnittlich stark zum PKW-Aufkommen in Tübingen bei – mit all seinen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit. Gelingt es, durch ein attraktives Angebot einen spürbaren Anteil der Pendelnden zum Wechsel vom Auto auf die Stadtbahn zu motivieren, so ist eine deutliche Entlastung Tübingens von Lärm und Abgasen zu erwarten. Damit einher geht eine deutliche Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität.

Attraktiv für Auspendelnde: Umsteigefrei in die Region.

Gerne wird vergessen, dass Tübingen nicht nur viele Einpendelnde hat, sondern auch etwa fünfzehntausend Auspendelnde, für die eine Stadtbahn ein attraktives Angebot für den Weg zur Arbeit bieten kann. Für viele gehört dann das Ärgernis verpasster Anschlüsse der Vergangenheit an, da sie einfach im Fahrzeug sitzen bleiben können.

Bessere Verbindungen für Studierende und den Freizeitverkehr.

Im Freizeitverkehr werden die Schwäbische Alb und andere lohnenswerte Ziele direkt erreichbar. Auch für die zahlreichen Studierenden, die häufig zwischen Berg- und Tal-Universität sowie dem Studierendendorf auf Waldhäuser Ost unterwegs sind, werden die Verbindungen mit der Innenstadtstrecke zuverlässiger.

Das Fahrrad darf mit.

Für die Fahrradmitnahme ist in der Stadtbahn genügend Platz vorhanden – auf allen Strecken, nicht nur bergauf.

Vorteile für die Wirtschaft.

Für Tübinger Unternehmen ist die bessere Erreichbarkeit durch die Innenstadtstrecke ein Standortvorteil. Weil mehr Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher mit der Regionalstadtbahn kommen, muss weniger Parkraum vorgehalten werden. Und der Einzelhandel profitiert ebenfalls von der besseren Anbindung der Innenstadt an das Umland.

Ein soziales Projekt.

Schon heute lässt es sich in und um Tübingen gut ohne eigenes Auto leben. Die Innenstadtstrecke führt hier nochmals zu einer Verbesserung, inklusive Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Menschen. Gleichzeitig entsteht durch das verringerte PKW-Aufkommen mehr Platz auf den Straßen – für die Autofahrten, die sich nicht vermeiden lassen. Und durch die verbesserte Verbindung zwischen Tübingen und dem Umland entspannt sich der Wohnungsmarkt.

Fazit

Das Regional-Stadtbahnkonzept ergibt nur dann richtig Sinn, wenn umsteigefrei aus der Region ins Herz der Städte gefahren werden kann – und umgekehrt. Ohne Tübinger Innenstadtstrecke bliebe das Regional-Stadtbahn-Projekt ein Torso, bestehend aus einzelnen Regionalbahnen, die am Hauptbahnhof enden. Dort wäre dann wie heute ein zeitraubender Umstieg erforderlich, ohne jegliche Anschlusssicherheit. Die Chance, die Innenstadt und zahlreiche Stadtteile in absehbarer Zeit nachhaltig vom Autoverkehr zu entlasten, würde auf Jahrzehnte verspielt werden.

Wir alle haben es in der Hand – mit einem Ja zur Innenstadtstrecke stellen wir auch in Tübingen die Weichen in Richtung Verkehrswende!